Zurück in der Heimat!

Januar 28, 2010 von janaundxenia

Hallo ihr Lieben!

Jetzt darf ich es ja sagen. Wir sind zu Hause!!!

Letzte Woche Donnerstag haben wir die Heimreise angetreten. Eigentlich war ja geplant noch 4 Tage in LA und 3 Tage in London die Stadt unsicher zu machen, allerdings hatten wir dazu nach einem schlechten Reiseführer und schlechten Wetteraussichten nicht wirklich Lust. Also haben wir kurzerhand umgebucht und kamen am Freitag um 17 Uhr am Frankfurter Flughafen an. Von Martin, Simone und ihrem Freund wurden wir schon sehnlichst erwartet! Ich bin dann gleich nach Hause nach I-O und Jana nach Kl. Meine Eltern waren noch im Skiurlaub, im Glauben ich sei gerade in LA und komme nächsten Donnerstag. Aber immerhin meinen Opa konnte ich gleich überraschen! Martin und ich haben uns mal sofort eine große Knoblauchpizza geleistet *mmhhh*

Am nächsten Tag hatte Martin eine “Überraschungsparty” für mich organisiert. Total toll! Auch wenn nur fast alle da waren! Gegen Abend kamen dann auch meine Eltern aus dem Skiurlaub und haben sich über die komisch lila Decke im Wohnzimmer gewundert. Und dann hat sie sich tatsächlich bewegt! Aber Gott sei Dank hat keiner einen Herzinarkt davongetragen =) Es war schön zu sehen, wie sehr sich jeder freut, dass man wieder zu Hause ist.

Sonntags war mein heißersehntes Handballspiel! Und auch noch ein Heimspiel… da muss man auch noch aufpassen, dass man sich nicht gleich zu Anfangs blamiert. Aber ich glaube, es war ohne größere Ausrutscher meinerseits =) Und nächste Woche gehts gleich weiter! Ich freu mich.

So, dann  machts mal gut! Ich hoffe ich sehe euch alle bald wieder =)

Immer den Heringen nach!

Januar 19, 2010 von janaundxenia

Wir haben es doch tatsaechlich geschafft unsere sieben Sachen in den ‘kleinen’ Rucksack zu quetschen und mit dem Flugzeug hoch nach Wellington zu fliegen. Abends hat sich Xenia noch mit Christopher Plata getroffen, der doch auch gerade ganz zufaellig in Welly war! Was ein Zufall. Es geht aber noch besser. Im Gespraech ist uns dann naemlich aufgefallen, dass wir am naechsten Tag mit dem gleichen Bus nach Taumarunui fahren, das heisst wir haetten uns ganz zufaellig 18000 km von zu Hause in Neuseeland getroffen. Ganz spontan haben wir uns dann dazu entschieden eine 4 taegige Kanutour miteinander durch den Wanganui National Park zu machen.

Aber eins nach dem anderen. Am naechsten Tag sind Jana und ich also mit dem Bus nach Taumarunui gefahren, wo wir von unserer Kiwi-Mum am Busbahnhof abgeholt wurden. Abends gab es ein richtiges Essen, wir konnten es kaum glauben. Rinderbraten! Seit ewigen Zeiten hatten wir kein Fleisch. Tolle Sache! Da wir ja eigentlich bei unseren Kiwi-Eltern waren um zu arbeiten (immerhin haben sie uns unser Auto repariert!), war unsere Aufgabe am naechsten Tag Lavendelbuesche zu binden. Klingt langweilig, ist es auch! von 10Uhr morgens bis 17Uhr Abends haben wir in der Scheune gesessen und diese Lavendelhalme sortiert und aufgehaengt!

Sehr schweisstreibend sag ich euch ;-) Abends gab es dann wieder lecker Steak. Sogar Rumpsteak. Ein 15kg schweres Stueck holt Rex aus der Truhe! Ich war beeindruckt (jaja, war nicht alles fuer heute gedacht). Nur seine Bratkuenste lassen etwas zu wuenschen uebrig. Danach war es naemlich toter als tot! Aber immerhin…Fleisch! Unsere Aufgabe am naechsten Tag war Unkraut jaehten im Garten ihrer Tochter (die ist naemlich schwanger und kann Hilfe dabei gebrauchen). In der sengenden Hitze Unkraut aus einem Gemuesebeet zupfen. Wobei das Beet aus 80% Unkraut und 20% Gemuese bestand. Ausserdem noch Rosen schneiden. Eine sehr verantwortungsvolle Aufgabe! Wir war das? Nach der 5. Gabelung abschneiden? Naja, wir haben uns fast immer daran gehalten ;-) der naechste Tag bestand darin das Gemuesebeet fertig zu machen und Toffer vom Busbahnhof abzuholen. Netterweise durfte auch er eine Nacht bei unseren Kiwi-Eltern schlafen. Das war aber nicht unsere Idee, falls ihr das  jetzt denkt! Helen hat uns foermlich gezwungen ihn mitzubringen! der arme Kerl kann doch nicht alleine auf einem Campingplatz schlafen! Wie auch immer, immerhin hatte Toffer noch einmal Luxus vor unserem Kanutrip.

Am naechsten Tag ging es naemlich los! Noch schnell Essen eingekauft, alles in Tonnen verstaut und ab gehts! Gestartet sind wir in Ohinepane. Jana und ich in einem Kanadier, Toffer im Kajak. Das heisst wir hatten alles zu schleppen und Toffer ist darum geduempelt :-) Ging schon gut los, an der ersten Stromschnelle haben wir uns gleich mal gedreht. Jaja, schon klar, der Steuermann, also ich, war schuld. Aber danach war eigentlich alles soweit ganz gut! Bis um 5 Uhr haben wir gepaddelt und dann einen Campingplatz in Mahinapuna angesteuert. Als wir Toffers Zelt aufbauen wollten, war ich schon etwas stutzig. Ein Zelt, das ohne Heringe haelt? Ok, Toffer hat die Heringe vergessen… Zwei nette Hollaender haben uns netterweise einige geliehen! Soweit so gut. Unser Abendessen bestand aus Couscous und Tuna! Sehr lecker… nur Toffer hat die Zicke raushaegen lassen. Tja, wir sind ja schon gross, gell Toffer, und haetten uns unser eigenes Essen kaufen koennen. Als es dunkel wurde, konnten wir leider auch nichts mit Toffers leerer Taschanlampe anfangen. Sag mal, hat der Junge eigenlich irgendwas dabei was funktioniert? Das kommt davon, wenn man sich auf Maenner verlaesst!

Die Nacht war denkbar hart auf der Isomatte. Aber Jana und ich sind das ja noch vom Queen Charlotte Track gewoehnt. Am naechsten Tag sind wir um 7 Uhr aufgestanden. Immerhin haben wir einen langen Tag vor uns. 41,5 km gilt es naemlich zu paddeln. Ich habe in der Mitte mal mit Toffer getauscht, sodass ich dann im Kajak und Jana und Toffer im Kanadier sassen. Da ist man schon um einiges schneller im Kajak. Und es ist viel einfacher zu steuer. Dafuer muss man die ganze Arbeit alleine machen!

Bei herrlichstem Sonnenschein gab es leckeres Mittagspicknick (=Brot)  im Urwald und zum Nachtisch ein kuehles Bad im Fluss. Ein Traum!

Leider hat sich das Wetter nicht so ganz gehalten. Gegen Abend kam leider etwas Regen auf… Ein Zelt im Regen aufzubauen macht ja an sich schon keinen Spass… aber dann noch ohne Heringe? Uns blieb also nichts anderes uebrig, als den Heringen von gestern hinterherzufahren. Die meinten, sie wuerden entweder zum John Coulls campground oder einen weiter fahren. Angekommen in John Coull waren die nicht da! Und wir schon total muede und ohne viel Lust weiterzupaddeln! Zum Glueck gab es hier sogar eine Huette, so dass wir die regnerische Nacht drinnen im Trockenen verbracht haben. War zwar nicht so romantisch, wie im Zelt, dafuer aber eben trocken… ;-)

Der dritte Tag war definitiv der haerteste! 50,5 km und kaum Stroemung! Die Stunden haben sich nur so dahingezogen… Anfangs hatten wir ja wenigstens noch Sonnenschein… doch dann irgendwann haben wir ein komisches lautes Gerausch hinter uns im canyon gehoert. Verwundert haben wir uns umgeschaut: eine RIESEN Regenwand kam auf uns zu! Das sah etwas beaengstigend aus. Schwupps ging das mit dem Paddeln aber ploetzlich viel schneller! eine Weile haben wir noch geschafft, vor der Regenwand wegzupaddeln, aber irgendwann hat sie uns dann doch eingeholt. Und was das fuer ein Regen war! Total heftiger Prasselregen! Sehr eklig, sehr kalt. Verbissen sind wir einfach nur weiter. Paddel rein, durchziehen, raus. Paddel rein,… einfach immer weiter. Obwohl wir morgens um 9 Uhr schon losgefahren sind, kamen wir erst gegen 7 Uhr abends am geplanten Campingplatz in Ngaporo an. Bei leichtem Regen haben wir es geschafft, dass Zelt aufzubauen, ohne dass es drinnen nass wurde. Die am Vortag gesammelten Stoeckchen haben wunderbar als Heringe funktioniert. Spaeter kamen unsere richtigen Heringe zwar auch noch angefahren, aber da stand das Zelt nunmal schon…

Der vierte und letzte Tag war wieder wunderbar sonnig. Nur noch 9 km, 1 1/2 h, das ging ganz leicht von der Hand. Xenia und ich, das dream team im Kanadier, haben noch gemeint, wir waeren meilenweit vom kentern entfernt! Und was passiert in der vorletzten Stromschnelle des letzten Tages? Genau – wir kentern! Mir hat das Boot die Nase blutig geschlagen und Xenia hat heldenhaft die wegschwimmende Wasserflasche gerettet. Alles Andere war ja am Boot festgemacht und ist zum Glueck auch trocken geblieben! Eine viertel Stunde haben wir gebraucht, um das Wasser aus dem Kahn zu schoepfen! Da war schon einiges drin! Aber wir hatten Spass! Ein 4-Tagestrip ohne reinfallen waere ja langweilig gewesen! Ausserdem war das Wasser total warm und angenehm.

In Pipiriki angekommen, sollten wir eigentlich um 11 Uhr abgeholt werden, da Chris den Bus nach Wellington und Xenia und ich den nach Auckland um 2.30pm bekommen mussten. Wie schon zu erwarten, kam der Abholdienst natuerlich etwas zu spaet… aber es hat am Ende doch noch alles geklappt! Bus bekommen, die ganze Fahrt (5h) total muede dagehangen (und gestunken… die armen Mitreisenden!). Schweissueberstroehmt sind wir mit unserem vielen Gepaeck dann tatsaechlich irgendwann im Hostel hier in Auckland angekommen. Nach 4 Tagen haben wir uns dann doch auch mal wieder geduscht…

Xenia ist dann schlafen gegangen und ich habe mich noch mit Ksenia und Mike getroffen und mich von ihnen verabschiedet. Ist schon echt traurig, das zu Hause hier zu verlassen. Neuseeland ist so schoen! Und nach 7 Monaten fuehlen wir uns echt heimisch hier. Wir haben ja jetzt sogar Eltern hier… ;-)

Morgen geht unser Flug nach LA, daher senden wir euch ein letztes Mal viele liebe Gruesse aus Neuseeland und sehen euch bald in Good Old Germany!

Ausflug in die Alpen

Januar 10, 2010 von janaundxenia

Donnerstag und Freitag haben wir uns zu einem ziemlich hohen Preis ein Auto gemietet und sind noch einmal in die 2h von Christchurch entfernten Alpen in der Naehe von Castle Hill bzw Arthur’s Pass gefahren. Aber das musste einfach sein… wir haben es in der Stadt nicht mehr ausgehalten!

Angefangen hat es leider nicht so schoen mit heftigstem Regen und sogar Blitzen! Da sassen wir dann in unserem Auto und haben gelesen und gegessen… und auf besseres Wetter gewartet, um den “Bealey Spur Track” laufen zu koennen. Leider wurde das Wetter nicht besser und daher sind wir dann in die naechste Unterkunft in Springfield gefahren und haben den Rest des Nachmittags Fernsehen geguckt. Und dafuer haben wir jetzt so viel Geld fuer ein Mietauto ausgegeben? Ganz toll…

Gegen Abend war dann ploetzlich wieder das tollste Sommerwetter, so dass wir nochmal schnell nach Castle Hill (wo wir damals klettern waren) gefahren sind und in der atemberaubenden Landschaft dort spazieren waren.

Am naechsten Morgen sind wir frueh aufgestanden und haben beim tollsten Sonnenschein dann doch noch den Bealey Spur Track machen koennen. Man hatte eine super Aussicht von dort oben auf dem Berg. Leider war es auch etwas kalt… es lag bei einer Hoehe von 1300m Neuschnee, da es wohl in der letzten Nacht etwas kalt war! Im Tshirt im Schnee gibt natuerlich immer ein gutes Foto… ;-)

Nun sind wir wieder zurueck in Christchurch und haben versucht unsere Sachen zu packen fuer den Flug nach Wellington morgen. Ist gar nicht so leicht, den ganzen Krempel unterzubekommen. Was haben wir uns dabei nur gedacht, als wir das damals alles eingepackt haben…?!

Viele liebe sonnige Gruesse aus Christchurch und bis bald!!

Willi…aehhh Walter!

Januar 5, 2010 von janaundxenia

Ab gestern war unser Willi zum Verkauf in TradeMe (sowas wie Ebay bei uns). Noch als wir in Picton waren, bekamen wir sehr serioese ;-) Angebote per SMS (wir hatten naemlich ein selbstgeschiebenes For-Sale-Schild im Auto kleben). Einer wollte uns doch tatsaechlich satte $300 fuer den guten Willi geben! Ja, das hat uns schon einiwenig zu denken gegeben ob das Angebot bei TradeMe von $3000 nicht doch ein wenig uebertrieben ist? Naja… immerhin hatten wir am Anfang $3500 da stehen =)

Am Sonntag hatte ich dann zufaellig mein Handy kurz an (normalerweise ist es aemlich aus um Strom zu sparen ;-) ).  Und schon kam ein Anruf wegen unseres Willis (den wir aufgrund von etwaigen Uebersetzungsmissverstaendlichkeiten Walter genannt haben). Ach, sie waeren ja so angetan von unserer charmanten Anzeige! Und so haben wir dann ein Treffen fuer Montag ausgemacht.

Das Ami-Paerchen hat einen durchaus naiven Eindruck auf uns gemacht. Keine Spur von irgendeiner persoehnlichen Checkliste, ganz zu schweigen von dem Vorhaben einen Mechanical Check machen zu lassen. Und von einem Legal Check hatten sie schon erst recht noch nie etwas gehoert. Ich wuerde sagen: Die perfekten Kaeufer!Nicht, dass wir irgendjemanden uebers Ohr hauen wollen, aber es ist doch immer gut wenn der Kaeufer einen uninformierten Eindruck macht. Sie haben sich das Auto also mehr oder weniger gruendlich angeschaut und eine Probefahrt gemacht (noch nicht einmal den 5. Gang ausprobiert!) Sichtlich interessiert, war dann ihr Angebot $2600. Aber mehr ist ihnen das Auto nicht wert, nein! Ok. Normalerweise laeuft das ja so: Der Kaeufer macht ein Angebot, der Verkaufer seinerseits dann wieder eines und so weiter bis man sich schlussendlich in der Mitte trifft. Das haben wir dann auch so gesagt und unser Gegenangebot war dann $2800. Ohne weiteres Verhandeln haben sie dann gleich zugesagt. Ahja, so haben wir das zwar nicht gemeint, aber wie ihr meint. Prima!

Kann sich noch jemand erinnern fuer wieviel wir den Willi damals gekauft hatten? Na? Ich kann nur sagen, wir waren ziemlich verbluefft, dass das so schnell ging und der Preis dabei heraus kam. Fuer Abends hatten wir naemlich ein Treffen mit einem anderen Interessenten ausgemacht der anscheinend mehr Ahnung von Autos und Handeln hat (er hat uns schon gleich gesagt, dass er um die $2000 am Willi interessiert ist). Mit einem Laecheln auf den Lippen haben wir ihm eine SMS geschrieben, dass der Willi leider gerade fuer $2800 (das musste erwaehnt werden!) verkauft wurde.

Abends wurde dann zur Feier des Tages noch eine Flasche Sekt gekoeppft!

Dumm ist nur, dass wir jetzt hier in Christchurch festsitzen und die Preise fuer Mietautos gerade auf dem Hoechststand sind! Mal schauen, wie wir die naechsten Tage zubringen.

Liebste Gruesse

Adrenalin Forest Park

Januar 5, 2010 von janaundxenia

Da wir ja jetzt ohne Auto so wahnsinnig beschaeftigt sind, haben wir nun doch mal Zeit, euch von unserem “Abenteuer vom Sonntag” zu erzaehlen. Da waren wir naemlich hier in Christchurch im “Adrenalin Forest Park” (so etwas wie ein Hochseilgarten). Und das war auch ziemlich toll! Parcour 1 – 6 wurden in aufsteigender Reihenfolge immer hoeher, laenger und schwieriger. Parcour 1 und 2 waren ja noch easy und fast schon langweilig… Parcour 4 und 5 haben uns dann, was Kraft und vorallem Ueberwindung anging, schon echt herausgefordert! Da gab es doch so einige Hindernisse, bei denen wir ganz schoen Muffesausen bekommen haben. Das war aber alles nichts im Gegensatz zu Parcour 6! Schon das erste Hindernis hat Ueberwindung gekostet. Ich habe mich dann noch etwas weitergekaempft, irgendwann dann aber zu dolle Hoehenangst (von der ich vorher gar nicht wusste, dass ich die habe) bekommen. Dort oben in einer luftigen Hoehe von bestimmt 15m schwanken die Baeume ganz schoen doll. Und wenn man dann ueber eine wackelige Konstruktion von Seilen laufen soll, ohne sich wirklich gut festhalten zu koennen… tja, dann kann einem schon mal komisch zumute werden. Xenia hat sich bis zum Ende des 6er Parcours durchgekaempft, auch wenn es keinen Spass mehr gemacht hat und sie in einem permanenten Angstzustand war… Ich war sehr stolz auf sie, dass sie das gepackt hat! Und selbst ueberhaupt nicht traurig, vorher runter gegangen zu sein. ;-)

Hinterher waren wir beide total fertig! Dass das geistig so anstrengend sein wuerde, haetten wir vorher nicht gedacht! Aber mal wieder ein tolles Erlebnis! (Xenia meint, der Hochseilgarten, wo sie in Luxemburg mal war, war bei weitem nicht so schlimm. Also nicht, dass ihr jetzt denkt, wir waeren zu Angsthasen mutiert oder so… *g*)

Hier nun ein paar Impressionen aus luftiger Hoehe:


Was einen nicht umbringt, macht einen nur haerter…

Januar 1, 2010 von janaundxenia

Noch so viel Zeit uebrig hier auf der Suedinsel. Na, dann lass uns doch mal den Queen-Charlotte Track laufen. Gesagt, getan. Somit waren wir dann am 28.12. in Picton im Visitors Center und haben uns erkundigt. Wann? Morgen bitte! 71km, davon 27km wandern am ersten Tag, 23,7km mountainbiken am zweiten Tag und noch einmal 20,3km mountainbiken am dritten Tag. “For all ages and fitness levels”… aahja!

Also ging es dann am Dienstag, den 29.12., mit dem Boot nach Ship Cove, dem Startpunkt unserer Wanderung. Neun Stunden waren angeschlagen fuer die 27km an diesem Tag. Es ging schonmal steil los. Alle fuenf geschafften Kilometer gab es ein kleines Schild an der Wegseite und spaetestens nach 15km hat man sehnlichst nach dem naechsten gesucht! Aber es ging heute weitestgehend ohne groesser Berge. War also nicht soo wild. Ab Kilometer 20 hat es dann leider angefangen ein wenig zu regnen, so dass wir halb durchnaesst an unserer Campsite im Nirgendwo ankamen. Den riesen Rucksack und unsere Essenstasche haben wir schlauerweise per Wassertaxi zu unserer Campsite bringen lassen ;-) Nachdem wir tatsaechlich noch gerade so ein kleines freies Fleckchen gefunden haben, gins gleich an den Zeltaufbau. Nass geschwitzt, waren wir auch froh ueber das kalte Bad im tuerkis-blauen Meer! Beide mit leichten Knieschmerzen und platten Fuessen. Somit waren wir froh ueber unsere Entscheidung, die naechsten zwei Tage mit dem Fahrrad unterwegs zu sein.

Nach, im wahrsten Sinne des Wortes, harter Nacht, mit der wirklich komfortablen Isomatte auf so mancher Wurzel mussten wir am naechsten morgen erstmal lange auf unsere Fahrraeder warten, die mit dem Boot geliefert werden sollten. Alle Wanderer waren natuerlich schon weg. Aber mit dem Fahrrad war das ja schnell zu machen! Um 11am also, ging es dann nach zweistuendiger Warterei in der Sonne am Pier auch fuer uns los. Es fing schonmal total super toll an: Extrem steiler Berg, total unwegsam mit Geroell und Wurzeln… da soll man hochfahren? Gekaempft wie die Loewen… und doch bald aufgegeben. Schieben war angesagt. Immer wieder aufgesessen und doch versucht zu fahren. Immerhin gab es noch zwei andere Biker aus Auckland, die wenigstens auch ein bisschen zu kaempfen hatten. An den Aussichtspunkten hat man sich dann immer zur kurzen Verschnaufpause getroffen. Vor voelliger Erschoepfung konnte man die schoene Aussicht aber kaum geniessen. Nach meist halsbrecherischer Fahrt bergrunter (also wer auf diesen track ungeuebte Touristen schickt hat echt ne Macke und gehoert erschossen!) sind wir dann gott-sei-dank lebend am Fusse jedes Berges angekommen (um dann den naechsten wieder schnaufend berghoch zu schieben. Was ein Spass!). Auch wenn wir manchmal ganz haarschaft davor waren, unsere Fahrraeder die Klippen hinunter zu werfen und weiterzulaufen. Das waere so viel einfacher gewesen! Schweissueberstroemt haben wir uns den ganzen Tag auf ein Bad im Meer gefreut. Angekommen am naechsten Campingplatz wurde es stuermisch und regnerisch. Toll! Dann sind wir halt klebrig ins Bett… hatte eh keiner Lust die 300m zum Strand zu laufen, da uns einfach ALLES weh tat.

Nach einem Sturz von Xenia und sonstigen blauen Flecken wollten wir einfach nur schlafen und ne dicke fette Portion Nudeln haben. Leider hatten wir sowas nicht dabei. Was gabs’s stattdessen im Angebot? Haferflocken… *seufz*

Nach einer etwas besseren Nacht morgens das nasse Zelt eingepackt und schweren Herzens wieder aufs Rad geschwungen. Die ersten 700m den Berg hoch noch gefahren… dann von 0 auf 416m ca 1h lang geschoben. Ab ca der Haelfte der Strecke hat es dann aber doch ein bisschen Spass gemacht, da die Berge im Vergleich zu vorher viel sanfter hoch und runter gingen. Steil, aber wenigstens fahrbar. Nach dem also etwas besseren dritten Tag sind wir dann schlussendlich doch angekommen, auch wenn wir das mitunter etwas angezweifelt hatten. Abends haben wir uns dann mit 3 Tellern Nudeln pro Person mal gehoerig den Bauch vollgeschlagen. Luxus ist alles eine Perspektivsache: Man glaubt nicht, wie sehr man sich auf sein Auto und die Nudeln freuen kann… ;-)

Total muede sind wir erstmal schlafen gegangen und haben uns nen Wecker gestellt, um das (kleine) Feuerwerk in Picton zu bestaunen. Danach schnell wieder ab ins Bett. Trotz 9h Schlaf sind wir heute total muede. So lange aufbleiben ist wohl echt nichts mehr fuer uns. ;-)

Wir wuenschen euch allen ein frohes neues Jahr und hoffen, dass ihr gut gefeiert habt!

Sommerliche Weihnachtsgruesse

Dezember 26, 2009 von janaundxenia

Unser Heilig Abend bestand aus einem feinen Essen im Restaurant. Man muss sich ja auch mal etwas goennen! Vorspeise, Hauptgang, Nachspeise und sogar Wein dazu. (Und fuer die kleinen Jungs ein beer-tasting-tree…)

Leider ist Christchurch eine realtiv langweilige Stadt, ganz besonders zu Weihnachten… Da haben wir den 25. eher gammelnd im Hostel, am Strand beziehungsweise auf dem Berg verbracht… Aber ein bisschen brauner sind wir wenigstens geworden! Weihnachtsstimmung ist bei dem heissen Wetter eher weniger aufgekommen, was aber auch ganz gut war, denn so ist keiner traurig geworden nicht zu Hause zu sein.

Morgen fliegt der Martin leider schon wieder nach Hause, was auch besser fuer seine Gesundheit ist. Die neuseelaendischen Pollen haben ihm und seiner Allergie ganz schoen zu schaffen gemacht! Wir zwei Maedels werden dann mal schauen, wo es uns mit Fahrrad, Wander- oder Kletterschuhen hinverschlaegt…

Viele liebe Weihnachtsgruesse an euch alle und schon mal einen guten Rutsch ins Neue Jahr!!

Endlich wieder Sonne!

Dezember 23, 2009 von janaundxenia

Nach dem Spass in Wanaka ging’s ab an die Westkueste der Suedinsel. Wir hatten ja vorher schon gehoert, dass es da viel regnen soll, schliesslichen besteht die Landschaft dort hauptsaechlich aus Regenwald… aber dass es SO schlimm sein wuerde… *seufz* Wir hatten etwas Pech. Waerend im Rest des Landes das tollste Sommerwetter war, sind wir mit dem Willi die Westkueste “hochgeschwommen”. Wir haben die beruehmte Kueste im Schnelldurchlauf abgearbeitet und uns total gelangweilt! Bei Regen ist unsere geplante Gletscherwanderung und Kanutour und so einiges Andere geplatzt.

Die pancake rocks sahen aber im Nebel ziemlich cool aus. Da hatte es sogar kruzzeitig mal aufgehoert zu regnen:

Statt der geplanten Kanutour, wollten wir dann eine -stuendige Wanderung durch den Busch mit ein paar Flussueberquerungen und als Ziel einer Hoehle unternehmen. Da Martin wandertechnisch nicht so gut angeruestet ist und es doch etwas nass war, ist er schon bald umgedreht. Xenia und ich aber noch tapfer weiter. Das macht doch Spass!!!  Bis wir dann zum ersten Fluss kamen… Der sah nach dem Regen doch aus, als waere er recht tief und vorallem die Stoemung war recht doll. Aber wir sind ja nicht aus Zucker. Also Hosen und Schuhe aus, alles auf den Ruecken geschnallt und los gehts. Nach ca 1/3 der Strecke dachten wir, das geht so nicht. Uns gegenseitig abstuetzend also wieder zurueck. Dabei haben wir gemerkt: Wenn man sich dabei hilft, funktioniert das ja echt gut! Also komm, wir probieren das jetzt doch! Also wieder ins eiskalte Wasser, die Fuesse kaum noch gespuehrt… diesmal bis ca 2/3 der Strecke. Dann wurde es aber wirklich zu tief! Da waeren unsere Unterhosen nass geworden! Ausserdem hatte ich mit meinem ja erst kuerzlich verstauchten Fuss etwas Bedenken bei der Stroemung und dem steinigen Boden… Also wieder zurueck. Alles in allem war’s sehr lustig und man koennte ja schon behaupten, dass wir 4 “river crossings” gemacht haben! ;-)

Ueber den Arthur’s Pass ging es dann endlich wieder in die Sonne! Diesseits der Berge ist naemlich das tollste Sommerwetter! Auf dem Pass muss man sich vor den Keas (Bergpapageien) sehr in Acht nehmen. Die sind total dreist und wenn man nicht aufpasst, machen die einem das Auto kaputt. Aber wir haben den Willi gut beschuetzt…

Nach einer Nacht auf einem Campingplatz an den Bahnschienen ging es dann fuer Xenia und mich wieder auf zu einer Wandertour. Blauer Himmel, Sonnenschein und Alpen. Was will man mehr? Der track auf den Mount Bealey hoch war “for experienced people only. Very steep and rugged track!”. Aber wir sind ja, wie gesagt, nicht aus Zucker, ne?! Insgesamt 1 1/2 Stunden Aufstieg und wir waren total am Ende! Der track war wirklich extrem hart. Total steil, so dass wir mehr geklettert, als gelaufen sind. Und fuer Leute mit Hoehenangst waere das auch nichts gewesen. Da wir aber gerade am Tag vorher deinen einen track durch den Fluss abgebrochen hatten, konnten wir hier nun nicht auch noch aufgeben! Den Berg endlich bezwungen und total gluecklich, haben wir die schoene Aussicht genossen:

Gestern ging es dann nach Castle Hill mit Stijn (einem Belgier, den ich auf dem Milford Track kennengelernt habe) klettern. Bzw “bouldering”. Das ist man nicht angeseilt, dafuer sind die Steine aber auch nicht so hoch und unten liegt eine Matte und immer eine Person steht zum auffangen bereit. Wir hatten das absolut traumhafteste Sommerwetter und die Landschaft dort war auch einfach atemberaubend schoen! Stijn (ein Kletterer) hat uns zu Anfang einige leichte Steine zum probieren gegeben, bei denen wir doch auch schon ganz schoen zu kaempfen hatten. Ohne blaue Flecken und ein paar Kratzer sind wir da nicht davongekommen.

Gegen Mittag sind Xenia und Martin mit Zwischenstop am See wieder zurueck nach Springfield gefahren, wo wir uebernachtet hatten. Stijn und ich waren ncoh den ganzen Tag am Klettern! Und ich muss sagen, dass es mir einfach nur total viel Spass gemacht hat und ich das gerne oefter machen wuerde. Eine neue Sportart, die mir gefaellt – Juhu! ;-) Gegen Ende des Tages habe ich (nach zich Anlaeufen) sogar ein paar recht schwere Steine geschafft zu besteigen! Mann, war ich da stolz auf mich! Hier ein paar Impressionen vom Klettern:

Kaum Halt findet man an den limestone Felsen.

Nach dem 20. Versuch habe ich es tatsaechlich um diese Kante geschafft!

Sieht zwar nicht so aus, war aber das Schwierigste an diesem Tag. Und ich hab es voller Stolz geschafft! Heute habe ich allerding ganz schlimmen Muskelkater… ;-)

Heute sind wir nach Christchurch gefahren und haben wir morgen Abend in einem Restaurant einen Tisch reserviert. Das goennen wir uns mal zu Weihnachten: Ein richtig tolles Essen!

Wir wuenschen euch allen ein frohes Weihnachtsfest mit viel Schnee! (Wir werden wohl eher am Strand liegen…) Lasst es euch gutgehen und bis bald!


Lake Tekapo and around

Dezember 16, 2009 von janaundxenia

Nach ordentlichem Einkauf, der den Willi fast gesprengt haette, haben wir uns gut verpflegt auf den Weg zu Lake Tekapo gemacht. So schwer bepackt hatte Willi wirklich Probleme den Berg hoch zu kommen. Mit einigen Angstattacken aufgrund von Willis Dickkoepfigkeit haben wir es trotzdem ueber den wunderschoenen Lindis Pass geschafft. Nach 2 Naechten an Lake Tekapo und Lake Pukaki ist sogar Martin ein mehr oder wenig richtiger Camper geworden. Heute morgen konnten wir ihn sogar von einem Bad im eiskalten Wasser von Lake Pukaki ueberreden. Haetten wir schenll genug zur Videocamera gegriffen, haettet auch ihr Bauchkraempfe vor Lachen gehabt =D

Nun sitzen wir in Wanaka und haben uns eine “Luxusunterkunft” (fliessend warm Wasser!) in Christchurch ueber Weihnachten gebucht.

Das Wettrennen im Labyrinth von “Puzzling World” hat Jana glorreich gewonnen. (Auch wenn sie in Irland schon andere Erfahrungen gemacht hat (liebe Gruesse an ihre Eltern ;-)

Jetzt gibts noch ein Eis fuer die Kinder und dann ab ins Bett… ist ja schon 6 Uhr!

Spass in Queenstown

Dezember 14, 2009 von janaundxenia

Bevor es nun gleich auf zum Lake Tekapo ein gutes Stueck noerdlicher auf der Suedinsel geht, noch ein kleines Update der letzten zwei Tage. Gestern Vormittag mit zwei auf dem Milford Track kennengelernten Leuten mit der Gondel den Berg hochgefahren und bei einem Spaziergang die Aussieht auf Queenstown genossen. Auf den Bergen war in der Nacht vorher frischer Schnee gefallen – dementsprechend schoen sah das aus. Ihr koennt dann aber wohl auch daraus schliessen, dass es hier nicht ganz so warm wie oben in Auckland ist… ;-)

Mittags habe ich dann Xenia und Martin wohlbehalten vom Flughafen abgeholt und wir haben einen lustigen Nachmittag mit Spielplatz und Frisbee im Park verbracht.

Abends habe ich mich dann nocheinmal mit 3 Leuten vom track getroffen und wir haben von einem Typen einfach 4 Karten fuer die “Christmas Comedy Show” geschenkt bekommen… Die Comedians waren der Hammer! Eine echt lustige Show! (noch dazu umsonst! =))

Heute stand dann “horse riding” auf dem Programm.

Mein Traum war ja schon des laengeren, auf einem Pferd durch Neuseeland zu galloppieren. Heute hat sich dieser Traum erfuellt! Die zweistuendige Tour zwischen schneebedeckten Bergen in einer Kulisse, wo auch Szenen von “Herr der Ringe” gefilmt wurden, war zwar zwischenzeitlich etwas langsam fuer unseren Geschmack, da wir viel einfach nur im Schritt gegangen sind, aber das Traben und spaeter Galloppieren hat total viel Spass gemacht! Das haette noch stundenlang so weiter gehen koennen! Einen Fluss mussten wir auch ein paar mal ueberqueren… doll nass geworden sind wir aber nicht. Da bin ich ja schon Schlimmeres gewoehnt. ;-)

Martin’s Pferd hat zwischenzeitlich etwas aufgemuckt und wollte ihn in einem Busch abstreifen… Martin hat sich aber nicht abschuetteln lassen. Mein Pferd Kysharn war sogar eins der Pferde, was tatsaechlich im Film eins der Pferde aus Rohan ist! Das fand ich dann doch ziemlich cool!

Liebe Gruesse von Xenia, Martin und mir und eine schoene Adventszeit! Hebt ein paar Plaetzchen und Lebkuchen fuer uns auf!